Allgemeines
Aufgabe
Mit dem Programm FNStripe können Sie die Abrechnungsdateien von dem Zahlungsdienstleister Stripe über Onlinezahlungen einlesen und in eine FibuNet-Übernahmedatei umwandeln.
Installation und Start des Programms
Das Programm bedarf keiner Installation.
Entpacken Sie die ZIP-Datei FNStripe_v###.ZIP und kopieren Sie das Programm FNStripe.EXE auf den FibuNet-Server in das FibuNet-Verzeichnis.
Legen Sie dann eine Verknüpfung auf dem Desktop an. Durch Doppelklick auf diese Verknüpfung wird das Programm FNStripe.EXE gestartet.
Beim Start überprüft das Programm, ob im Datenverzeichnis ein Unterverzeichnis „FNStripe“ existiert und legt es ggf. an. Dazu sind Schreibrechte in dem aktuellen Datenverzeichnis notwendig.
FibuNet-Anmeldung
Die Schnittstelle greift im Laufe der Konvertierung online auf FibuNet-Daten zu. Nach dem Start können Sie sich mit den aus FibuNet gewohnten Werten für Server, Benutzer und Passwort an dem FibuNet-Server anmelden.
Im Feld „Einstellungen“ werden der aktuelle Mandant und das eingestellte Buchdatum angezeigt. Sie können diese Einstellungen bearbeiten und durch Klick auf „Übernehmen“ ändern.
Wenn der Mandant durch ein Passwort geschützt ist, müssen Sie dieses in dem Feld „Mand.-Passwort“ eingeben.
Kommandozeilenparameter
FNStripe kann mit folgenden Kommandozeilenparametern gestartet werden:
/S = Servername
/B = Benutzername
/P = Passwort
/T = Trusted Single-Sign-On (J/N)
/M = Mandantennummer
/W = Mandantenpasswort
/D = Buchdatum
/* = Dateiname
/Datenverzeichnis = Laufwerk und Pfad
Nur wenn Anmeldeinformationen und Dateiname angegeben werden, erfolgt eine automatische Verarbeitung.
Datenverzeichnis
In dem Datenverzeichnis legt FNStripe alle Daten- und Konfigurationsdateien ab.
Das Datenverzeichnis wird in folgender Reihenfolge ermittelt:
Kommandozeilenschalter (
/Datenverzeichnis=D:\FibuNet)Registryzweig der Komponente:
HKLM\SOFTWARE\FibuNet GmbH\FibuNet\v5\FNStripe\DatenverzeichnisRegistryzweig des FibuNet-Clients:
HKLM\SOFTWARE\FibuNet GmbH\FibuNet\v5\Client\DatenverzeichnisAktuelles Verzeichnis, in dem das Programm steht (Arbeitsverzeichnis), wenn dort Schreibrechte (Anlegen, Ändern, Lesen, Löschen) vorhanden sind
Verzeichnis, in dem die EXE-Datei liegt
Vorbereitungen
Seite „Einstellungen/Allgemein“
Auf der Seite Einstellungen können Sie die allgemeinen Programmvorgaben machen.
Stripe-Konto
Geben Sie hier die Kontonummer des FibuNet-Kontos an, gegen das die Stripe-Abrechnung gebucht werden soll.
Konto / KoSt für Gebühren
Tragen Sie hier das Kostenkonto und die Kostenstelle ein, auf das anfallende Gebühren von Stripe gebucht werden sollen.
Nicht zuordenbare Zahlungen
Geben Sie hier eine Kontonummer an, gegen die Zahlungen gebucht werden sollen, wenn der Debitor nicht ermittelt werden kann.
Damit eine Online-Zahlung genau einem offenen Posten zugeordnet werden kann, muss eine verbindende Information vorhanden sein. In der Stripe-Abrechnung wird als verbindende Information das Feld „ID“ ausgewertet und mit dem Feld Belegnummer 2 in FibuNet verglichen.
Zahlungen, für die kein offener Posten gefunden wird, werden auf das hier angegebene „Scherbenkonto“ gebucht.
Nur OP mit folgenden Zahlarten
Geben Sie hier die Liste der Zahlarten an, wenn nur OP mit bestimmten Zahlarten für die Zuordnung in Frage kommen. Einen Bereich geben Sie mit „-“ an. Mehrere Bereiche können mit Komma getrennt werden. Ist die Liste leer, werden keine Zahlarten gefiltert.
Beispiel: 1-3,5,7
SQL-Datenbanksuche
Wenn die Option „Suche per SQL aktivieren“ aktiviert ist, wird das Programm per SQL die Kontonummer und optional die OP-Nummer und die Zahlart in anderen SQL-Datenbanken suchen.
Diese SQL-Suche wird immer dann aufgerufen, wenn kein Treffer in den offenen Posten erzielt wurde – zum Beispiel, weil die Rechnung noch nicht gebucht wurde.
In dem SQL-Statement können folgende Parameter verwendet werden:
Parametername | Datentyp | Bemerkung |
TransId | String | Transaktions-ID |
String | Kunden-E-Mailadresse | |
ZahlBetrag | Currency | Zahlungsbetrag |
Im Suchergebnis werden folgende Spalten ausgewertet:
Spaltenname | Datentyp | Bemerkung |
KtNr | Integer | FibuNet Kontonummer |
OPNummer | Varchar(30) | OP-Nummer der Zahlung |
Zahlart | Integer | FibuNet-Zahlart |
Die Datenbankverbindung und das SQL-Statement können über die entsprechenden Schaltflächen bearbeitet werden.
Es können Microsoft-, MySQL-, Oracle- und PostGres-Datenbanken sowie beliebige ODBC-Datenquellen angesprochen werden.
Hinweis: Das Programm FNStripe wird als 64-Bit-Applikation geliefert. Daher müssen auch die entsprechenden Client-Bibliotheken der Datenbanken in der 64-Bit-Version vorliegen.
Beispiel für eine SQL-Abfrage:
SELECT kundennummer as KtNr, bel_nr as OPNummer FROM Auftragstabelle WHERE TransaktionsNr = :TransId or TransaktionsNr = :OriginalId
Seite „Einstellungen/Währungen“
Währungstabelle
Auf der Seite „Währungen“ kann einer bestimmten Währung ein eigenes Transitkonto zugewiesen werden. Nutzen Sie diese Option, wenn Sie die Stripe-Zahlungen pro Währung auf einem eigenen FibuNet-Konto führen wollen.
Option „Währungen ignorieren“
Mit der Option „Währungen ignorieren“ können Sie festlegen, dass alle Zahlungen immer in Händler-Währung verarbeitet werden.
Konvertierung
Aufbau der Stripe-Abrechnungsdatei
Es wird eine CSV-Importdatei mit folgendem Aufbau erwartet:
Spalte | Name | Verwendung |
1 | Type | |
2 | ID | Transaktions-ID für die OP-Suche, Belegnummer 1 der Buchung |
3 | Created | Zeitpunkt der Zahlung |
4 | Description | |
5 | Amount | Währungsbetrag der Zahlung |
6 | Currency | Währung |
7 | Converted Amount | Hauswährungsbetrag der Zahlung |
8 | Fee | Gebühren |
9 | Net | Betrag abzüglich Gebühren |
10 | Converted Currency | Hauswährung |
11 | Details | |
12 | Customer ID | |
13 | Customer Email | Buchtext |
Konvertierung einer Importdatei
Wählen Sie eine Stripe-Abrechnung im CSV-Format aus.
Starten Sie die Konvertierung durch Klick auf den Knopf „Starte Import“.
Die Abrechnungsdatei enthält alle Online-Zahlungen, die zur Auszahlung kommen. Auf dem Stripe-Konto wird eine Aufteilungsbuchung pro Währung und Wechselkurs erzeugt. Die Gebühren werden in einer getrennten Buchung gebucht.
Es wird für jede Zahlung der offene Posten in FibuNet gesucht, der die „Transaktions-ID“ in Belegnummer 2 eingetragen hat. Für die Bildung des Zahl-OP wird die OP-Nummer der Rechnung zum Ausziffern genutzt.
Nach Abschluss der Konvertierung wird ein Protokoll mit dem Ergebnis der Konvertierung angezeigt.
Die Übernahmedatei hat denselben Dateinamen wie die CSV-Datei mit der Dateierweiterung „.UEB“. Sie wird direkt im FibuNet-Importverzeichnis gespeichert und kann mit Menüpunkt 3.4 eingespielt werden.
Nach erfolgreicher Konvertierung wird die CSV-Datei gelöscht, um eine doppelte Verarbeitung zu verhindern.
Archiv
Bei jeder Konvertierung wird die Original-CSV-Datei, die erzeugte FibuNet-Datei und das Protokoll in einem Archivverzeichnis auf der Festplatte abgelegt.
Über das „Datei“-Menü können Sie das Archivverzeichnis im Windows-Explorer öffnen. Es liegt im Startverzeichnis des Programms FNStripe.EXE und hat folgenden Aufbau: FNStripe\Archiv\jjjj-mm-tt.
